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Evidenzbasierte Praxis (Evidence based practice, EBP)

Es gibt viele Möglichkeiten, sich kostenlos über das Thema EBP weiterzubilden oder Zusammenfassungen relevanter Forschungsartikel aufzuspüren. Wir haben für Sie das Internet durchforstet und untenstehend einige empfehlenswerte Webseiten aufgeführt. Auch stellen wir Ihnen in den Zeitschriften „Ergotherapie“  und „Ergoscience" erschienene Artikel als pdf-Dokumente zur Verfügung.
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Die wissenschaftliche Fachzeitschrift für die Ergotherapie
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Weiterbildung zum Thema EBP
Auswahl aus kostenlosen Webseiten zum Vertiefen des Wissens und der Fertigkeiten rundum die evidenzbasierte Praxis: 
 
Englischsprachiges Webportal, das im Auftrag des Weltverbandes WFOT aufgebaut wurde. Es ist übersichtlich strukturiert und bietet überraschend vielseitigen Zugang zu ergotherapeutisch relevanten Informationen verschiedenster Quellen:
  • Kurze Einführungstexte zu den verschiedenen Phasen des EBP-Prozesses
  • Artikel, PowerPoint-Präsentationen u.ä. zu EBP als Ganzes und auch zu den verschiedenen Phasen des Prozesses (inkl. relevante Links auf andere Webseiten)
  • Direkte Links auf Datenbanken, die bei der Suche nach ET-relevanten Studien helfen
  • Links zu anderen, ergotherapeutisch relevanten Webseiten mit Einführungsmaterialien in EBP
  • Unterrichtsmaterial (PowerPoint-Präsentationen) für freien Gebrauch
Auf dieser australischen Datenbank gibt es eine sehr übersichtliche Sammlung relevanter Artikel, PowerPoint-Präsentationen, Links u.ä., um sich mit dem Thema EBP und den verschiedenen Phasen vertraut machen zu können.
 
Der europäische Verband der ErgotherapeutInnen hat hier einige Links zu EBP-Netzwerken und EBP-Informationen im Internet zusammengestellt. Dort ist auch ein gratis Handbuch für Studienkreise zum besseren Verständnis von EBP und dessen Anwendung in der Praxis zu finden mit dem Titel “Value of occupational therapy – about evidence-based occupational therapy”.
 
Deutschsprachige Webseite des gemeinnützigen Vereins „Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (DNEbM)“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein interdisziplinäres Forum aller an EB-Medizin und EB-Gesundheitsversorgung Interessierten zu sein. Dort sind unter dem Titel „EbM-Grundlagen“ eine Vielzahl an Informationen zusammengetragen und Links auf andere relevante Dokumente bzw. Webseiten zum Thema und zu den verschiedenen Phasen und Begriffen des EBP-Prozesses. Vorteil an dieser Webseite ist die Deutschsprachigkeit. Klarer Nachteil ist, dass an manchen Orten der Bezug zur Ergotherapie fehlt, zB bei der Auswahl der präsentierten Datenbanken.

Datenbanken mit Zusammenfassungen/ Beurteilungen einzelner wissenschaftlicher Artikel oder Zusammenfassungen mehrerer Artikel zu einem Thema
Die meisten Ergebnisse aus der Forschung werden in Artikeln in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert. Um die Fülle an Zeitschriften und Artikel weltweit für alle überhaupt zugänglich zu machen, gibt es Datenbanken, in denen man nach Autor, Stichworten, Schlüsselworten und anderen Kriterien gezielt suchen kann. Dort findet man zumeist Abstracts (Zusammenfassungen) der Artikel und kann anhand dieser entscheiden, ob sich eine Lesung und eventuelle Bestellung des betreffenden Artikels im Volltext lohnt. Es gibt viele verschiedene solcher Datenbanken unterschiedlicher Ausprägung, z.B. „PubMed“, die grösste medizinische Datenbank, die allerdings nicht alle ergotherapeutischen Zeitschriften berücksichtigt. Manche Datenbanken stellen nicht nur die Zusammenfassungen zur Verfügung, sondern haben diese bereits durch Experten beurteilen lassen, wie z.B. „OTseeker“. Daneben gibt es Datenbanken, die nicht einzelne Artikel zusammenfassen, sondern wissenschaftliche Arbeiten zu einem Thema zusammenfassen, z.B. „The Cochrane Library“, die grösste Datenbank systematischer Reviews aus dem medizinischen Bereich. Neben Reviews gibt es auch die sogenannten Critically Appraised Topics (CAT, Zusammenfassungen der Ergebnisse aus einer, nicht unbedingt systematischen, Literatursuche und –auswertung zu einer spezifischen Fragestellung aus der Praxis). Untenstehend eine Auswahl ergotherapeutisch relevanter und meist kostenloser Datenbanken:
 
Diese kostenlose australische Datenbank beinhält Titel und komplette Referenzen und sehr oft auch die Zusammenfassungen ergotherapeutisch relevanter systematischer Literaturreviews und randomisiert kontrollierter Studien (RCT). Die Studien sind kritisch analysiert und beurteilt worden (anhand der PEDRO-Skala), um den Leser bei der Beurteilung der Qualität der Studie zu unterstützen.
 
Diese Datenbank des deutschen Berufsverbandes (DVE) enthält mehr als 1800  Zusammenfassungen von Studien aus aller Welt zu Wirksamkeit, (Kosten-) Effektivität und Nutzen ergotherapeutischer und für ErgotherapeutInnen relevanter Interventionen. Der Schwerpunkt liegt auf systematischen Reviews, Metaanalysen und randomisierten kontrollierten Studien, die der DVE für seine Mitglieder kostenlos auf Deutsch zusammengefasst und kritisch beurteilt hat. EVS-Mitglieder können für einen geringen Betrag Mitglied beim DVE werden.
 
Diese kostenlose Datenbank bietet ergotherapeutisch relevante CATs, die ErgotherapeutInnen aus aller Welt und Studierende an der University of Western Sidney angefertigt haben.
 
Diese Webseite eines Rehabilitations-Master-Studienganges der University of British Columbia und der McMaster University Health Sciences bietet unter dem Titel „Critically appraised topics online“ kostenlos CATs ihrer Nachdiplom-Studenten an.
 
Das Horten-Zentrum in Zürich ist ein Institut, das praxisorientierte Forschung durchführt und unterstützt. Im „Journalclub“ sind kostenlos Beurteilungen und Zusammenfassungen der Mitarbeiter von Forschungsartikeln aus verschiedensten Zeitschriften zugänglich (in deutscher Sprache).
 
Diese physiotherapeutische Datenbank bietet kostenlos Abstracts und Beurteilungen (ähnlich der otseeker-Datenbank) physiotherapeutisch relevanter RCTs, systematischer Literaturreviews und klinischer Leitlinien.
 
Diese psychologische Datenbank katalogisiert psychologisch relevante Literaturreviews, RCTs, Controlled Trials (CTs), Fallserien und Single Subject Design Studien. Die Studien wurden auf ihre methodologische Qualität hin beurteilt.

Leitlinien/ Guidelines
Leitlinien enthalten meist eine Zusammenfassung der relevantenForschungsergebnisse, Konsensmeinungen eines Expertengremiums und konkrete Schlussfolgerungen/ Empfehlungen für die Praxis, z. B. über die interdisziplinäre Erfassung / Befundung und Behandlung einer Krankheit oder eines Symptoms.
 
Leitlinien finden Sie z.B. auf folgenden Datenbanken:

Interessante und gratis erhältliche Beispiele für Leitlinien für Ergotherapeuten finden Sie z.B. beim englischen Berufsverband (College of Occupational Therapists, COT): www.cot.co.uk/practice-guidelines/cot-practice-guidelines

  • COT (2012). Occupational therapy for adults undergoing total hip replacement. Practice guideline. London: COT.
  • COT (2011). Occupational therapy with people who have had lower limb amputation. Evidence-based guidelines. London: COT.
  • A. Aragon & J. Kings (2010). Occupational therapy for people with Parkinson’s. Best practice guidelines. London: COT

Artikel aus der Zeitschrift „Ergotherapie“
In unregelmässigen Abständen erscheinen in der Verbandszeitschrift Artikel, die den Einstieg in das Thema Evidenzbasierte Praxis erleichtern sollen. Die aktuelleren Artikel sind nebenstehend als pdf-Dokumente bereitgestellt (nur für EVS-Mitglieder):
 
  • 06/2010, S.30-31, M. Möller: EBP: Nützliche Informationsquellen/ Fonti utili
  • 10/2010, S. 6-9, S. George: Leitlinien-Know-how
  •  07/2011, S.9-10, M. Bertrand & N. Kühne: Informationen über Datenbanken

Seit 2010 erscheinen zudem in der Reihe „What’s new in science?“ und auch unabhängig davon Reviews, CATs, CAPs und Artikel zu einzelnen Forschungsarbeiten zu spezifischen Themen. Wissenswertes für AutorInnen sind im gleichnamigen Dokument nebenstehend zusammengefasst.

Nebenstehend sind einige Artikel als pdf-Dokumente bereitgestellt (nur für EVS-Mitglieder):
 
  • 11/2012, S. 8, A. Braunschweiler & S. Pfister-Dahinden: Welche ergotherapeutischen Interventionen sind bei Erwachsenen mit kognitiven Beeinträchtigungen aufgrund eines Schädelhirntraumas wirksam?
  • 09/2012, S. 7-8, K. Tschanz & R. Kubli: Arbeitsrehabilitative Assessments in der Rheumatologie (CAT)
  • 01/2012, S. 12, B. Schnurr: Nintendo Wii® für Patienten nach Schlaganfall (CAT)
  • 09/2011, S.10, F. Heigl, A. Kinébanian, M. Stomp: WFOT-Leitfaden Vielfältigkeit und Kultur
  • 01/2011, S.17, B. Schnurr: Behandlung mit OKS bei unilateralem Neglekt (CAT)
  • 10/2010, S.18-20, M. Kaiser, M. Bertrand: Rehabilitation bei Hemiparese der oberen Extremität (Review)
  • 10/2010, S.21-22, R. Maathuis, M. v/d Beek, A. Visser-Meily, G. Kwakkel: Behandlung nach Schlaganfall (Richtlinie)
  • 10/2010, S.26-28, E. Evenhuis, I. Eyssen: Fatigue-Behandlung bei Menschen mit Multiple Sklerose, Schlaganfall und Parkinson (Richtlinie)
  • 10/2010, S.31-32, D. Kupper, F. Albert: Behandlung bei Menschen mit ALS (Leitlinie)
  • 06/2010, S.29-30, E. Rothenberger, M. Weber-Bruderer, B. Aegler: Behandlung mit ACT bei chronischen Schmerzpatienten (CAT)
  • 02/2010, S.37, C. Hiltbrand, M. Matter: Heimprogramme bei Kindern (CAT)
  • 01/2010, S.16-17, H. Jindra, N. Pfammatter: Neurologische Fahrrehabilitation  (CAT)

Artikel aus der Zeitschrift „Ergoscience“

Einige, für Ergotherapeuten in der Schweiz relevante Artikel aus dieser deutschsprachigen, wissenschaftlichen Zeitschrift als pdf-Dokumente (nebenstehend; nur für EVS-Mitglieder):

  • 01/2013, S. 11-21, R. Weigl, A. Bundy: Die spielerische Herangehensweise Erwachsener an ihre Freizeitaktivitäten
  • 03/2012, S.101-112, B. Weber:  Arbeitsmotivation und Innovationsbereitschaft langjährig berufstätiger Ergotherapeutinnen im Angestelltenverhältnis
  • 03/2012, S.113-118, S. Voigt-Radloff et al: Häusliche Ergotherapie bei Demenz: Ergebnisse randomisierter Studien und ein Fallbeispiel aus dem WHEDA-Programm
  • 03/2012, S.90-100, S. Gorges et al: Verloren und doch gewonnen …Eine qualitative Studie über das Erleben der Lebensqualität von Eltern, die ihr Kind im Wachkoma im häuslichen Umfeld betreuen
  • 02/2012, S.56-62, M. Huber et al: Deutschsprachige Assessments in der Rehabilitation von Wachkomapatienten (Review)
  • 01/2012, S.2-10, A. Besold: Wechselwirkung Betätigung – Gesundheit in Lebensumbrüchen (Review)
  • 01/2012, S.11-20, C. Zillhardt et al: Routinen und Rituale im Alltag von Familien mit Kindern mit sensorischer Verarbeitungsstörung (narrative Studie)
  • 04/2011, S. 134-138, S. Roches et al: Wirksamkeit Spiegeltherapie zur Verminderung Phantomempfindungen (Review)


EBP-Artikel
Zeitschrift Ergotherapie
Zeitschrift Ergoscience

EVS / ASE
Altenbergstrasse 29, PF 686,
3000 Bern 8
T +41 31 313 88 44
F +41 31 313 88 99

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