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Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups, DRG)

Die Entwicklung der Fallpauschalen und der Tarifsysteme wird seit 2009 beobachtet und die Mitglieder regelmässig informiert, u.a:

  • Grundlageninformationen zu den Entwicklungen rundum SwissDRG und Empfehlungen für ErgotherapeutInnen in Akutspitälern, Psychiatrie und Rehabilitation (April 2010)
  • FAQ: Oft gestellte Fragen und Antworten (April 2011)
Für Fragen und Signale zum Thema steht folgende Mailadresse zur Verfügung: drg@ergotherapie.ch

 

Fallpauschalen in der Akutsomatik

Am 1.1.2012 wurden die SwissDRG in den Akutspitälern eingeführt. Eine Arbeitsgruppe des EVS hatte sich mit den SwissDRG- und den dazugehörigen CHOP-Listen auseinandergesetzt und eine Empfehlung erarbeitet. In Absprache mit den Mitgliedern des Schweizer Chef-ErgotherapeutInnen-Treffens  wurde ein Antrag auf Änderung des Codes zur Ergotherapie in der CHOP-Liste erarbeitet und Lobbying bei  den Aktionären der SwissDRG betrieben. Im Herbst 2011 hat die SGPMR mit Unterstützung der SGH, SGN und SGP einen Antrag auf Veränderung gestellt. Diesem Antrag wurde am 29.9.2011 zugestimmt und ans Bundesamt für Statistik weitergereicht. Die Konsequenzen der Einführung der Fallpauschalen für die Ergotherapie  wurden im Frühling 2012 mittels einer Umfrage evaluiert.  In Absprache mit den Chef-ErgotherapeutInnen wurde festgelegt, dass 2012 aktiv beobachtet wird, aber keine weiteren Schritte unternommen werden. Im 2. Quartal 2013, wenn erstmals die Ergebnisse eines Abrechnungsjahres mit den Fallpauschalen vorliegen, wird eine erneute Umfrage unter den Chef-ErgotherapeutInnen durchgeführt und weitere Schritte abgestimmt. 


Tarifsystem in der stationären Rehabilitation
SwissDRG AG hat die Entwicklung der Pauschalen für die stationäre Rehabilitation in 2011 delegiert an H+ und MTK. Erwartet wird die Einführung in 2015. Titel des Projektes: Schweizerisches Tarifsystem Rehabilitation. Der EVS wird die Entwicklung beobachten und eventuelle Schritte abstimmen.
Die FMH hat Ende 2012 einen interessanten Artikel zum neuen Tarifsystem in der Rehabilitation veröffentlicht (siehe rechte Spalte).
 

Tarifsystem in der Psychiatrie
SwissDRG AG hat die Entwicklung der Pauschalen für die Psychiatrie in 2011 delegiert an H+ und die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich. Erwartet wird die Übergabe im 2015. Titel des Projektes: Tarifsystem Psychiatrie (TARPSY). Der EVS wird die Entwicklung beobachten und eventuelle Schritte abstimmen.
Die FMH hat Ende 2012 einen interessanten Artikel zum neuen Tarifsystem in der Rehabilitation veröffentlicht (siehe rechte Spalte).

 


Allianz DRG Personal
Die schweizweite Einführung der Fallpauschalen in der Akutsomatik verstärkt den Wettbewerb im Gesundheitswesen. Dabei ist zu befürchten, dass der zunehmende finanzielle Druck an das Personal und die PatientInnen weitergegeben wird. Darum hat sich der EVS seit 2009 dieser Allianz aus 14 Berufs- und Personalverbänden angeschlossen.  Am 1. Dezember 2009 wurde die DRG-Petition mit 28'000 Unterschriften eingereicht mit der Forderung nach flankierenden Massnahmen. Im Frühling 2011 lief eine nationale Postkartenaktion (siehe Dokument in der rechten Spalte) an Bundesrat Burkhalter. Kernpunkte waren die Forderungen nach Schutz der Arbeitsbedingungen und der Versorgungsqualität. Im September 2011 wurde unter dem Motto "Wir sind sauer!" ein nationaler Signaltag durchgeführt. Mit zahlreichen regionalen Aktivitäten und einer Aktion in Bern machte das Gesundheitspersonal seinem Ärger Luft und rief Öffentlichkeit und Politik zum Handeln auf. Der Signaltag wurde initiiert und koordiniert von der Allianz DRG Personal (siehe www.wir-sind-sauer.ch). Nebenstehend finden Sie einen kurzen Bericht hierzu.

Manifest zum Gesundheitspersonalmangel

Die Weltgesundheitsversammlung hat im Mai 2010 einen ethischen Kodex zur Rekrutierung von Gesundheitspersonal verabschiedet. Diesem WHO-Kodex hat auch die Schweiz zugestimmt.
Aus dem WHO-Kodex leiten sich Verpflichtungen für die Schweiz ab, für deren Umsetzung sich die unterzeichnenden Organisationen des Manifestes einsetzen. Für uns steht fest, dass sich die Schweiz verstärkt für die Ausbildung und den Erhalt einer dem schweizerischen Bedarf entsprechenden Anzahl von Gesundheitsfachpersonen einsetzen muss. Der Mangel an Gesundheitspersonal muss hier in der Schweiz und nicht auf Kosten der ärmsten Länder behoben werden. Nur so kann dem Recht auf Gesundheit in der Schweiz und weltweit entsprochen werden.

Die Organisationen SBK und Netzwerk Medicus Mundi Schweiz (MMS) haben das Manifest  zusammen mit weiteren Organisationen formuliert. Der SVBG war in der Schlussphase ebenfalls in dem Projekt vertreten. Der EVS unterstützt dieses Manifest.


EVS / ASE
Altenbergstrasse 29, PF 686,
3000 Bern 8
T +41 31 313 88 44
F +41 31 313 88 99

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